Sabine Hausmann

Forschende der Universität Bern und von Agroscope haben ein Bewertungssystem entwickelt, um anhand der «Sorgenfalten» oberhalb des Augapfels von Pferden zuverlässig auf ihr Wohlbefinden zu schließen.

Wie klug sind unsere Vierbeiner? Sie gehören zu den Lieblingsthemen in Internet-Foren, an Reiter-Stammtischen oder in Sattelkammern: Bunte Anekdoten von besonders intelligenten und schlauen Ponies oder Geschichten von speziell geschickten und innovativen Ausnahme-Pferden. Jeder kennt die eindrücklichen und lustigen Videos auf YouTube von Pferden und Eseln, welche alle erdenklichen Torverschlüsse öffnen können und dann auch noch ihre Artgenossen aus den Boxen befreien. Von rekordverdächtigen Pferden, die beim Hütchenspiel jeden Menschen in den Schatten stellen, von Eseln, die großzügig die Zaunabsperrung für ihre Kameraden öffnen und von Maultieren, die perfekten Werkzeuggebrauch zeigen, um noch den letzten Heuhalm unter der Futterraufe zu erreichen.

Für unseren Reitbegleithunde entwickelt

Verstörende Bilder, wie sie auf beinahe jeder „großen“ Pferdesportveranstaltung zu sehen sind, führen seit Jahren zu Protesten von Pferdefreunden und  befeuern zudem die Forderungen von Tierrechtsorganisationen, den Pferdesport wegen Tierquälerei völlig zu verbieten. Obwohl die Sportreiterverbände diese Missstände regelmäßig verurteilen und Maßnahmen gegen Tierquälerei im Pferdesport ankündigen, hat sich nicht wirklich etwas geändert. Zuletzt gingen die Bilder vom CHIO in Aachen und von den Weltreiterspielen in Tryon durch Presse und soziale Netzwerke und sprechen wieder für sich.