VFD Bayern Aktuell 1/2 2020

NEU - Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Die sechste  Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 19.06.2020 wurde veröffentlicht. 

Welche Änderungen gibt es ?

Die neue 6. Verordnung trat am 22.06.2020 in Kraft.

Link zur 6. Verordnung

Welche Änderungen gibt es für den Reit- und Fahrsport ?
Die Regelungen im Zusammenhang mit der Corona Pandemie sind inzwischen sehr unübersichtlich geworden und ändern sich ständig.
Verbindlich ist daher nur der Text der aktuellsten Verordnung.
Ich interpretiere hier unverbindlich die aktuelle 6. Verordnung mit Stand 19.06.2020.
Im Zweifelsfall wenden sie sich bitte an ihr zuständiges Gesundheitsamt welches auch in der Verordnung vorgesehene Ausnahmen genehmigen kann.
Die Textfarben bedeuten:

Lila = Verordnungstext
Blau = Kommentierung der Behörden
Rot = neu oder wichtig
schwarz = meine Anmerkungen

Hier erst mal die wichtigsten Änderungen:

§ 9 Sport (auch Reit- und Fahrsport)

(1) Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios und anderen Sportstätten sowie von Tanzschulen und Badeanstalten sind vorbehaltlich der folgenden Absätze untersagt.
(2) Der Trainingsbetrieb an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportstätten oder in Reithallen (gestrichen) ist unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen zulässig:


1. kontaktfreie Durchführung,
2. die Nutzung von Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten ist nur gestattet, wenn ein Schutz und Hygienekonzept im Sinne von Abs. 5 Satz 2 vorliegt,
3. konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten,
4. die Nutzung von Nassbereichen in geschlossenen Räumlichkeiten ist nur gestattet, wenn ein Schutz und Hygienekonzept im Sinne von Abs. 5 Satz 2 vorliegt; die Öffnung von gesonderten WC-Anlagen ist jedoch möglich,
5. Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu oder Verlassen von Anlagen,
6. in geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere beim durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten sowie bei der Nutzung von Umkleiden und WC-Anlagen besteht Maskenpflicht,
7. keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen und
8. keine Zuschauer.

Folglich gilt für das Reiten:

  • Der Trainingsbetrieb an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportstätten darf ab dem 22.06.2020 wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl durchgeführt werden.
    Die Beschränkung auf 5 bzw. 20 Teilnehmer wurde gestrichen.

    Bisher standen hier ausdrücklich auch Reithallen die anscheinend jetzt wieder zu den geschlossenen Räumen von Sportstätten nach § 9 Abs. 6 zählen.

    Damit sind auch Ausritte in großen Gruppen wieder zulässig. Training und Reitunterricht sowohl im Freien als auch in der Reithalle ist auch wieder in größeren Gruppen zulässig.
    Dabei sind die Voraussetzungen nach § 9 Abs. II Nr. 1 bis 8 zu beachten. Insbesondere die konsequente Einhaltung der Hygienevorschriften und des Mindestabstands von 1,5 m wirkt sich auf die Höchstzahl der Reiter aus. Die Größe des Reitplatzes oder der Reithalle ist daher weiterhin entscheidend für die Anzahl der Nutzer.
    Auch bei Ausritten sind die Mindestabstände einzuhalten. Ein Reiten zu zweier Reihen in einer größeren Abteilung ist daher zumindest schwierig.

  • Der Trainingsbetrieb in geschlossenen Räumen von Sportstätten (auch Reithallen) ist unter Einhaltung der Voraussetzungen des Abs. 5 zulässig.
    Abs. 5 fordert die Einhaltung der Auflagen 1 bis 8  wie im Freien (siehe oben) und Erstellung eines Hygienekonzepts.
    Für eine ausreichende Belüftung mit Außenluft ist zu sorgen.
    Außerhalb des Trainings, insbesondere beim Betreten und Verlassen der Sportstätte sowie bei der Nutzung von WC-Anlagen und Umkleiden, besteht in geschlossenen Räumen Maskenpflicht.
  • Ob organisierte mehrtägige Wanderritte mit Übernachtung zum Trainingsbetrieb nach § 9 gehören ist strittig.
    Das Landratsamt Freising ist aber z.B. der Auffassung, dass naturbezogene Wanderritte nach § 11 Abs 2 zulässig sind:
    nach § 11 Abs. 2 der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (5. BayIfSMV )* sind Naturführungen zulässig, wenn der Verantwortliche durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Teilnehmern eingehalten werden kann.  Die Gruppengröße ist in geschlossenen Räumen auf eine Person je 20 m² und im Freien auf höchstens 15 Personen zu begrenzen. Bezüglich der Beherbergung gelten die dafür gültigen Bestimmungen der 5. BayIfSMV sowie der entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepte.“

* jetzt 6.BayIfSMV

  • Training und Unterricht sind weiterhin kontaktlos und unter Einhaltung des Mindestabstands durchzuführen. 
  • Beim Reitunterricht und Voltigieren können daher keine Hilfestellungen oder Korrekturen mit Körperkontakt durchgeführt werden.

  • Voltigieren ist unter diesen Voraussetzungen nur einzeln auf dem Pferd möglich. 

  • Lehrgangsbetrieb im Sport ist unter Einhaltung der Anforderungen des § 9 Abs. 2 (die 8 Voraussetzungen für den Trainingsbetrieb) und Abs. 6 (geschl. Räume) zulässig.
    Für den Theorieunterricht gilt laut § 9 Abs. 9 der  § 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 entsprechend. (wie in Schulen)

  • Wettkämpfe § 9 Abs. 5 der Verordnung:
      Der Wettkampfbetrieb an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportstätten ist im übrigen zulässig, wenn die Voraussetzungen des Abs. 2 Nr.1 bis 8 beachtet werden. Der Betreiber hat ein auf den jeweiligen Standort und Wettkampf zugeschnittenes Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
  • Turniere und sonstige Wettkämpfe sind auch im Reit- und Fahrsport wieder unter den in der Verordnung genannten Voraussetzungen zulässig.
    Der Veranstalter hat ein Hygienekonzept nach dem Rahmenkonzept Sport zu erstellen. 
    "Für sportartspezifische Regelungen können die Leitplanken des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) e. V. und die Rahmenkonzepte der jeweiligen Spitzenfachverbände (für Reiten FN) als Grundlage dienen, die jedoch in Einklang mit den Voraussetzungen der BayIfSMV zu bringen sind."

    Nach § 9 Abs. 6 ist ein solches Hygienekonzept auch für den Trainingsbetrieb in geschlossenen Räumen von Sportstätten erforderlich.

  • Sportstätten (Reitanlagen und Reitschulen)

    § 9 Abs. 1 der Verordnung
    Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios und anderen Sportstätten sowie von Tanzschulen und Badeanstalten sind vorbehaltlich der folgenden Absätze untersagt.
    Damit dürfen Sportstätten weiterhin nur zum Training oder für Wettkämpfe genutzt werden. (siehe § 9 Abs. 2 und 5)

  • Makenpflicht in Sportstätten § 9 Abs. 2 Nr. 8 und Abs. 6
    I
    n geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere beim Durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten sowie bei der Nutzung von WC-Anlagen besteht Maskenpflicht.
    Außerhalb des Trainings in geschlossenen Räumen besteht Maskenpflicht. (§ 9 Abs. 6)
    Dazu schreibt das Landwirtschaftsministerium:
    Gilt auf Betrieben mit Pensionspferdehaltung eine Maskenpflicht? (akt. 10.06.2020) (Link)
    Seit dem 8. Juni 2020 gilt in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, die dem Trainingsbetrieb dienen (außerhalb des eigentlichen Trainings), eine Maskenpflicht. Die Regelung über die Maskenpflicht soll sicherstellen, dass überall dort, wo Personen in Sporteinrichtungen in geschlossenen Räumen zusammentreffen (müssen) und wo typischerweise der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann, die Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird. Wenn das aufgrund der konkreten Umstände, z. B. in Reithallen und Stallungen, nicht zu befürchten sein sollte (Mindestabstände können problemlos eingehalten werden, stets ausreichende Durchlüftung, etc.), kann auf das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden. Bei der Nutzung von WC-Anlagen und in ähnlichen Situationen bleibt es bei der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.  

  • § 5 Veranstaltungen (Stammtische, Vereinssitzungen)
    Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) sind mit
    bis zu 50 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 100 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Speziellere Regelungen nach dieser Verordnung bleiben unberührt. Abweichend von Satz 1 gilt § 13, wenn die Veranstaltung in einem gastronomischen Betrieb stattfindet.

    Damit sind auch Stammtische und Vereinssitzungen wieder zulässig. Wenn die Veranstaltung in einem gastronomischen
    Betrieb stattfindet, ist der Gastwirt für das Hygienekonzept verantwowrtlich. Ansonsten muss der Veranstalter ein entsprechendes Hygienekonzept ausarbeiten. Bei Gruppen bis zu 10 Personen nach § 2 Abs. 1 kann auf den Mindestabstand von 1,5 m verzichtet werden. Bei größeren Gruppen besteht das Abstandsgebot von 1,5 m. (§ 13 Abs. 5 in Gastronomiebetrieben ,sonst § 5 Abs. 2 und § 1 Abs. 1)

 

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Allgemeine Vorschriften

  • Nach § 1 gilt weiterhin der Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m.

  • Nach § 2 gelten weiterhin die Kontaktbeschränkungen im öffentichen Raum.
    Also grundsätzlich höchstens der Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands oder Gruppen bis zu 10 Personen.
    Ausnahmen für einen erweiterten Personenkreis gelten nur, soweit sie in der Verordnung ausdrücklich genannt sind. (z.B. Sport, Veranstaltungen)
  • Alle Veranstaltungen sind nach § 5 weiterhin untersagt, soweit nicht eine spezielle Regelung in der Verordnung getroffen wurde. (z.B. Sportwettkämpfe)

Verfasser:

Heiner Natschack
Dipl. Verwaltungswirt
2. Vorsitzender VFD-Bayern

 

 

 

 

 

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Fünfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung  (5. BayIfSMV) vom 29. Mai 2020

 

 

 

§ 1 Allgemeines Abstandsgebot, Mund-Nasen-Bedeckung

(1)    1Jeder wird angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. 2Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.
(2)    Soweit in dieser Verordnung die Verpflichtung vorgesehen ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (Maskenpflicht), gilt:
1.    Kinder sind bis zum sechsten Geburtstag von der Tragepflicht befreit.
2.    Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit.
3.    Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist.

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§ 9  Sport
(1) Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios und anderen Sportstätten sowie von Tanzschulen und Badeanstalten sind vorbehaltlich der folgenden Absätze untersagt.
 
(2)Der Trainingsbetrieb an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten
Freiluftsportstätten ist unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen zulässig:
1. kontaktfreie Durchführung,
2. die Nutzung von Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten ist nur gestattet, wenn ein Schutzund Hygienekonzept im Sinne von Abs. 5 Satz 2 vorliegt,
3. konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten,
4. die Nutzung von Nassbereichen in geschlossenen Räumlichkeiten ist nur gestattet, wenn ein Schutzund Hygienekonzept im Sinne von Abs. 5 Satz 2 vorliegt; die Öffnung von gesonderten WC-Anlagen ist
jedoch möglich,
5. Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu oder Verlassen von Anlagen,
6. in geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere beim Durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten sowie bei der Nutzung von Umkleiden und WCAnlagen besteht Maskenpflicht,
7. keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen und
8. keine Zuschauer.
(3) Der Betrieb zu Trainingszwecken der Berufssportlerinnen und Berufssportler sowie der Leistungssportlerinnen und Leistungssportler der Bundes- und Landeskader ist zulässig, sofern bei der Durchführung der Trainingseinheiten sichergestellt ist, dass die Voraussetzungen nach Abs. 2 Nr. 3 bis 8 eingehalten werden.
(4) Der Spiel- und Trainingsbetrieb in Profiligen und im DFB-Pokal ist zulässig, wenn
1. die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist und nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Spielbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind,
2. der Veranstalter geeignete Vorkehrungen trifft, damit im unmittelbaren Umfeld der Sportstätte keine Veranstaltung oder unerlaubte Versammlung stattfindet und sich auch keine sonstige Ansammlung von Personen bildet, denen der Zutritt nach Nr. 1 nicht gestattet ist,
3. ein Schutz- und Hygienekonzept des Veranstalters zur Minimierung des Infektionsrisikos den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege zur Billigung
vorgelegt wurde und beachtet wird.
(5) 1Der Wettkampfbetrieb an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportstätten ist im Übrigen zulässig, wenn die Voraussetzungen des Abs. 2 Nr. 1 bis 8 beachtet werden. 2Der Betreiber hat ein auf den jeweiligen Standort und Wettkampf zugeschnittenes Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

(6) 1Der Trainingsbetrieb in geschlossenen Räumen von Sportstätten sowie in Fitnessstudios ist unter Einhaltung der Voraussetzungen des Abs. 5 (Hygienekonzept erstellen) zulässig. 2Für eine ausreichende Belüftung mit Außenluft ist zu
sorgen. 3Außerhalb des Trainings, insbesondere beim Betreten und Verlassen der Sportstätte sowie bei der Nutzung von WC-Anlagen und Umkleiden, besteht in geschlossenen Räumen Maskenpflicht.

(7) Für die Ausübung des Tanzsports gilt Abs. 6 mit der Maßgabe, dass zwischen zwei festen Tanzpartnern auf die Einhaltung der Voraussetzungen von Abs. 2 Nr. 1 verzichtet werden kann, sofern Abs. 2 Nr. 1 zwischen den verschiedenen Tanzpaaren eingehalten wird.
(8) Soweit erforderlich, kann für ärztlich verordneten Rehabilitationssport und Funktionstraining nach § 64 Abs. 1 Nr. 3 und 4 SGB IX auf die Einhaltung der Anforderungen nach Abs. 2 und Abs. 6 Satz 1 verzichtet werden.
(9) 1Der Lehrgangsbetrieb ist unter Einhaltung der Anforderungen der Abs. 2 und 6 zulässig. 2Für den Theorieunterricht gilt § 16 Abs. 2 Satz 2 und 3 entsprechend.

 



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§ 11 Freizeiteinrichtungen

 (1) 1Der Betrieb von Freizeitparks und vergleichbaren ortsfesten Freizeiteinrichtungen ist nur im Außenbereich und unter folgenden Voraussetzungen zulässig:
1. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Besuchern im gesamten Betriebsbereich eingehalten werden kann.
2. Es darf nicht mehr als ein Besucher je 10 m2 zugänglicher Fläche zugelassen werden.
3. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
2Für gastronomische Angebote sowie für Theateraufführungen, Filmvorführungen und ähnliche Veranstaltungen gelten die jeweils speziellen Regelungen dieser Verordnung.
(2) Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen sowie Führungen in Schauhöhlen und Besucherbergwerken sind zulässig, wenn der Verantwortliche durch geeignete Maßnahmen sicherstellt,
dass grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Teilnehmern eingehalten werden kann.
(3) Der Betrieb von Seilbahnen, der Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr sowie von touristischen Bahnverkehren ist unter folgenden Voraussetzungen zulässig:
1. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Fahrgästen eingehalten werden kann oder geeignete Trennvorrichtungen vorhanden sind,
2. In geschlossenen Räumen, Fahrzeugbereichen und Kabinen gilt für die Fahrgäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt, Maskenpflicht.
3. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
(4) 1Badeanstalten, Hotelschwimmbäder, Thermen und Wellnesszentren sowie Saunen können unter Einhaltung der Voraussetzungen des § 9 Abs. 2 Nr. 1 bis 8 geöffnet werden. 2Der Betreiber hat ein Schutzund
Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf
Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. 3Der Betreiber hat ergänzend durchgeeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher nicht höher ist
als eine Person je 10 m2 Fläche der für Besucher zugänglichen Bereiche einschließlich der Becken.
(5) Bordellbetriebe, Clubs, Diskotheken, sonstige Vergnügungsstätten und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.

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§ 16 Schulen
(1) Unterricht und sonstige Schulveranstaltungen an Schulen im Sinne des Bayerischen Erziehungs und Unterrichtsgesetzes sind zulässig, wenn durch geeignete Maßnahmen sichergestellt ist, dass zwischen
allen Beteiligten grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.
(2) 1Die Schulen haben ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines ihnen von den Staatsministerien für Unterricht und Kultus und für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellten
Hygieneplans auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
2Dieses Schutz- und Hygienekonzept muss Maßnahmen enthalten, durch welche der Mindestabstand gewahrt und das Infektionsrisiko minimiert wird. 3In Betracht kommt etwa die Reduzierung der Klassenstärke
oder das Abhalten von alternierendem Unterricht. 4Dabei sind schulartspezifische Anforderungen und die Umstände vor Ort zu berücksichtigen.
(3) § 5 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend

 

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Letzte Änderung am Donnerstag, 02 Juli 2020 14:40
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