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Vom Säumen zum Wandern mit Tragtieren


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Die Zeiten der Säumerei, d. h. der Transport von Gütern (saum = Last) auf dem Rücken von Tragtieren in den Alpen und dem Bayerischen Wald sind schon lange vorbei. Mit dem Ausbau des Straßenwesens  verlagerte sich der Transport der Waren vom Pferderücken auf die Kutschen und später auch auf die Eisenbahnen. Das Transportgut wurde mit Packsätteln auf den Tieren befestigt. Ein Saumzug bestand aus einem oder mehreren Tieren, die hintereinander auf dem Saumpfad gingen. Eine Pferdelast wird ein Saum genannt und wiegt, regional unterschiedlich, etwa 120 kg - 130 kg. Oft wurde nur das erste Tier von einem Führer geführt, die weiteren Tiere liefen angebunden oder frei hinterher. Saumpfade fanden sich vor allem im Gebirge. Viele historische Alpenübergänge waren als Saumpfade ausgelegt und verfügten über ein Netz von Saumstationen, wo die Waren auf andere Tiere umgeladen wurden.

Als Saumtiere kamen in Europa in erster Linie Esel, Maultiere und Pferde zum Einsatz, wobei sich gerade die Langohrigen wegen ihrer Trittsicherheit als besonders geeignet hervortaten. Diese Eigenschaft war für den Einsatz in den Alpen sehr wichtig. Daneben sind auch Genügsamkeit, Ausdauer, große Tragfähigkeit und feste Hufe wichtige Voraussetzungen.

Die meisten Saumpfade sind heute verfallen oder zu vollwertigen Straßen ausgebaut. Ein bekanntes Beispiel für einen seit Jahrtausenden bedeutender Saumpfad ist die österreichische Felbertauernstraße.

In der Schweiz werden mittlerweil alte Säumerpfade ins Netz gestellt und man kann diese mittels GPS auch „satelitengestützt“ nachwandern. Was früher eine eigenständige Zunft war, wird heutzutage wieder als Liebhaberei oder Hobby betrieben. 

Auch bei uns, wenn auch in den Alpenländern, voran die Schweiz, das Wandern mit Packtieren schon fast wieder Tradition hat.  

Jeder Pfad  beginnt mit dem ersten Schritt! Der VFD-Bayern will der Sparte „Säumen“ ein Podium bieten, zum Austausch, als Anregung oder auch nur, um eine alte Tradition nicht allein den Geschichtsbüchern zu überlassen.

Vor ein paar Monaten der einzige, der einen Beitrag in dieser Rubrik veröffentlichte und heute darf ich schon einen der Artikel von Christina Ertl-Meißner in´s Netz stellen.

 Viel Spaß beim lesen!

 Gez. Bjørn Rau