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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. August 2011 um 13:29 Uhr Geschrieben von: Ralf Gollwitzer Freitag, den 12. August 2011 um 10:29 Uhr


Schnupperwanderritte möchten Reiter für das Wanderreiten begeistern.
Bei Ausschreibungen der VFD findet sich immer wieder der Satz, oder so ähnlich formuliert: „...geeignete Anbindevorrichtung ist am Pferd mitzuführen".
Doch welches Halfter soll genommen werden: das normale Stallhalfter, ein extra leichter Wanderreithalfter, oder doch der Knotenhalfter?
Ein Halfter bei Wanderritten gehört immer an den Pferdekopf, denn im Notfall muss das Pferd schnell angebunden werden. Er muss stabil sein, soll ordentlich sitzen, ohne zu scheuern und darf weder zu eng noch zu weit sein. Man achte auch auf einen geeigneten Anbindeplatz, der stabil und frei von störenden Einflüssen (Giftpflanzen, Erdwespen, etc) sein sollte.
Hier empfiehlt sich der bereits getragene Stallhalfter, ob nun aus Leder, Nylon oder Biothane. Doch wohin mit dem Strick?
Auch der Anbindestrick gehört dorthin, wo er schnell einsatzbereit ist, aber das Pferd in seiner Bewegung nicht stört.
Man kann den Strick am Halfter belassen und mittels eines Palsteks um den Hals des Pferdes befestigen, dabei ist zu beachten, dass der Anbindehaken nicht dem Pferd in die Kinngrube schlägt. Eine Alternative ist dem Pferd den Strick um den Hals zu binden und den Anbindehaken am Sattel zu befestigen.
Der Strick selbst sollte lang genug sein (ca. 3m), stabil, griffig und sich nicht bei Regen vollsaugen wie ein Schwamm. Der Panikhaken ist umstritten, da er sich gerne auch mal löst, wenn es nicht gewünscht ist. Alternativ gibt es Drehverschlüsse oder einen billigen Karabiner. Nicht zu vergessen ist der leicht zu öffnende Anbindeknoten, der auch in Stresssituation leicht von der Hand gehen sollte. Ein scharfes Messer am Körper getragen ist aber auch hier die letzte Versicherung.
Gut geeignet sind auch die sogenannten Wanderreitkopfstücke, also Halfter und Kopfstück in einem. Das Gebiss kann mittels Snaps schnell und problemlos entfernt werden (vgl. Kieffer- Wanderreithalfter in unserem Shop). Es gibt aber Pferde die sich damit nicht anfreunden können, da das Gebiss meist seitlich eingeführt wird.
Absolut nicht empfehlenswert ist der leichte Wanderreithalfter. Auf den ersten Blick sehr praktisch und leicht, führt er doch im Ernstfall das dünne unreißbare Schnürchen zu einschneidenden Verletzungen, wenn es keine Sollbruchstelle hat.
Aus gleichem Grund sind auch Knotenhalfter nicht zum Anbinden geeignet, auch wenn sie vom Material dicker sein sollten. Der Knotenhalfter ist ein Kommunikationsmittel in der Bodenarbeit und sollte schon deshalb nicht zweckentfremdet werden.
Autor: Ralf Gollwitzer (Quelle: Christine Garbers, VFD Expertentipps)