Geländereitertag von und mit Verena Eckert
Ein dickes Dankeschön an Verena Eckert und Heidi Seidl-Weinfurtner!
Am früher Morgen des zehnten Juli machten sich einige VFDlerInnen auf zu einem ungewöhnlichen Tag im Norden von München. Auf dem Gelände der Vielseitigkeitsreiter-Familie Held trafen wir uns um unter der Anleitung von Heidi Seidl-Weinfurtner das Überwinden von Geländehindernissen zu üben. Nicht, dass wir uns als Konkurrenz zu dem morgendlichen Training der Buschreiter sehen - nein, es geht um eine Art Selbstüberwindung, Neugierde und schließlich: als Wanderreiter können einem immer ein Baumstamm oder tückische Bodenverhältnisse begegnen.
Den Hügel hoch ... und wieder runter.
Den Hügel hoch und über einen Sprung, noch höher ... und wieder runter.
Dann den Hügel hoch und mit dem Sprung herunter.
Den anderen zuzuschauen war, wie so oft, aufregender als es dann selbst zu wagen. Wenn es mir zu hoch erschien, bin ich flugs mal runter vom Pony, habe ihn alleine hüpfen lassen, schnell wieder drauf und zusammen hinüber. Wir wagten immer mehr und schwitzten immer mehr bis wir ins Wasser durften. Die Familie Held hat einen Bach durch ihr Grundstück fließen, in dem sie Ausbuchtungen und Inseln eingebaut haben. Hier wurde ausgiebig geplanscht, hineingeritten und hinausgesprungen.
Mancher wurde an die Erfahrungen aus dem früher üblichen Reitunterricht erinnert, bei mir war aufgrund der häufigen Stürze der innere Schweinehund recht groß. Am Abend mussten wir lachen, als wir unsere verkramften Gesichter auf den Fotos unseres Haus- und Hoffotografen Peter Schießl sahen. Anbei gleich ein Mega-Dankeschön an Peter, der mittags zu uns kam, nur um uns zu fotografieren.
Auch ein großes Danke-Dir an Dietmar Köstler, der von der traurigen Prognose seiner Stute erzählte und dennoch kam, noch dazu als Chauffeur. Er durfte auf Juttas Sandor das Glück der Erde genießen.
Zur Mittagspause glänzte Verena mit einem reichgedeckten Tisch. Für Saarländer gibt es nämlich nichts Schlimmeres, als dass das Essen nicht reicht. Verena hat mit viel Liebe und Enthusiasmus diesen Tag organisiert, da hat sie auch das tolle Wetter, das wir hatten verdient. Die Atmoshpäre war entspannt, alle haben sich gut verstanden, die Pferde haben
Am Nachmittag wurde das am Morgen Gelernte vertieft und um wichtige Aufgaben erweitert: von der Gruppe außer Sichtweite galoppieren und ganz zum Schluss, jeder für sich, seinen eigenen, seinen Fähigkeiten angepassten Parcour.
Heidi kann sich hervorragend auf jedes Reiter- und Pferdepaar einstellen. Die Pferde hatten sichtlich Freude an der Aufgabe, die wachen Gesichter und aufmerksamen Öhrchen sprachen Bände. Auch mein Highlandpony, mit der Kleinste in der Gruppe und der Jüngste schien stolz auf sein Können und genoss das Lob. Ich denke, jeder von uns hat wichtige Erkenntnisse für sich mit nach Hause genommen. Hindernisse sind nicht mehr so schrecklich, wir wissen wie man das Pferd hinbringt, wir haben mehr Erfahrung darüber, was uns nach dem Sprung erwartet. Die Sprünge waren nicht hoch, es geht nicht um Rekorde und die Pferdegelenke sollen geschont bleiben aber die Technik konnten wir gut einüben. Ich hoffe auf einen weiteren Geländekurs im nächsten Jahr, denn so ideale Geländebedingungen hat der Normalo-Freizeitreiter nicht.
Nochmals vielen Dank an Verena und Heidi!
Aktualisiert (Sonntag, den 25. Juli 2010 um 17:17 Uhr)


